So schaffen Sie sich Ihren Selbstversorger-Balkon

Trotz Stadtwohnung grün und nachhaltig wohnen? Mit einem Selbstversorger-Balkon kein Problem. Zwar nicht das ganze Jahr über und einiges werden Sie dennoch im Supermarkt kaufen müssen, aber mit der richtigen Planung haben Sie in der warmen Jahreszeit gute Chancen auf selbstgezogene Tomaten, Salat, Kartoffeln und diverse Kräuter. Allzu viel Platz benötigen Sie für eine ertragreiche Ernte nicht. Das Wichtigste ist eine strukturierte Planung, bevor Sie loslegen. 

Die Gemüseauswahl an den Standort anpassen

Mit der Himmelsausrichtung und der darauf abgestimmten Gemüseauswahl steht und fällt Ihr Projekt Selbstversorger-Balkon. Mit einem Südlagenbalkon haben Sie das große Los gezogen. Tomaten , Gurken , Zucchini , Paprika, Chili, Bohnen, Auberginen und mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin oder Thymian gedeihen hier bestens. Wird es einmal zu heiß, sollten Sie aber für Schatten in Form von Sonnenschirmen oder Markisen sorgen. 

Auf einem Nordbalkon hängen Sie Ihre Gemüsepflänzchen am besten entweder ans Balkongeländer oder in Form von Blumenampeln an die Decke. So profitieren Sie von der besten Lichtausbeute. Gut eignen sich Pflück- und Feldsalat, Rucola, Spinat, Radieschen, Mangold, Kohlrabi, Bärlauch und Rote Beete. 

Auf einem halbschattigen Ost- oder Westbalkon machen Sie mit Brokkoli, Kohlrabi, Salat jeder Art, Karotten, Radieschen und Bohnen alles richtig. Solange Sie auf etwa 4 Stunden Sonne am Tag kommen, lohnt es sich auch mit Tomaten zu experimentieren.  

Der Anbauplan macht‘s

Zeichnen Sie einen Grundriss Ihres Balkons auf. Überlegen Sie, welche Pflanzen wieviel Platz benötigen, bevor Sie entscheiden, wo sie ihren Standort finden. Zucchini oder Tomaten können sehr ausladend werden und benötigen einen großen Kübel und Freiraum drumherum.

Planen Sie in die Höhe, wenn Sie einen kleinen Balkon haben. Schmale Hochbeete eignen sich wunderbar für eine Umrandung Ihres Balkons. Bei mehr Platzangebot stapeln Sie auf den Hochbeeten pyramidenartig weitere Beete. 

Hohen Ertrag auf wenig Raum erzielen Sie, indem Sie mit einem Rankgitter an der Balkondecke oder entlang Ihrer Hauswand kletterfreudige Pflanzen wie Gurken, Kletterzucchini oder stachellose Brom-oder Himbeeren hochziehen. 

 

Wieviel Zeit möchten Sie für ihren Selbstversorger-Balkon investieren?

Greifen Sie zu robusten Gemüsesorten wie Spinat, Radieschen, Rote Bete, Pflücksalat, Rucola, diversen Kohlarten oder mediterranen Kräutern, wenn Sie keine Lust haben, sich täglich um Ihr Gemüse zu kümmern. Wenn es unbedingt relativ anspruchsvolle Tomaten sein müssen, greifen Sie zu einer robusteren Züchtung, die den einen oder anderen Fehler verzeiht.

Unser Tipp:

Tipp: Ein nährstoffreiches Pflanzsubstrat gleicht den fehlenden Erdkontakt für Ihr Balkongemüse aus. Starkzehrer wie Tomaten und Paprika benötigen zusätzlich etwas Dünger.

Nach oben