Brennholz spalten und lagern

Brennholz spalten spart bares Geld, bringt aber auch viel Arbeit mit sich. Wie viel Kraft und Ausdauer letzten Endes notwendig ist, bestimmt natürlich auch Ihre Ausrüstung. Außerdem ist Vorsicht bei der Verarbeitung geboten und Sie sollten sich mit der Brennholz-Lagerung beschäftigen, damit sich die Mühe auch wirklich lohnt.

Alles, was Sie über das Brennholz spalten und lagern wissen müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.


Brennholz spalten

Das Spalten von Brennholz mittels Axt und reiner Muskelkraft hält Sie zwar fit, kann aber auch sehr zeitaufwändig und vor allem anstrengend werden. Insbesondere dann, wenn Sie mehr als nur hin und wieder einen gemütlichen Abend vor dem Kamin oder Lagerfeuer verbringen möchten.

Für all jene, die regelmäßig mit Holz heizen, lohnt sich die Anschaffung eines Holzspalters nicht nur hinsichtlich Zeit- und Arbeitsersparnis, sondern auch in puncto Sicherheit.  

Holzspalter nutzen zum Brennholz spalten

Holzspalter gibt es im stehender oder liegender Ausführung. Sie werden in der Regel von einem Elektro- oder Benzinmotor, mit einer Hydraulik- oder Gewindestange angetrieben, entsprechend der benötigten Spaltkraft. Bei einem Holzspalter wird das Holz gegen einen Spaltkeil gedrückt. Dabei wird das Holz zerkleinert. Die größte Aufgabe des Nutzers besteht darin, die Brennholzstücke von Hand in die Maschine zu legen und das gespaltene Brennholz anschließend wieder zu entnehmen.

Die richtige Schutzkleidung

Bevor Sie das Brennholz spalten, sollten Sie immer die passende Schutzkleidung tragen. Dazu zählen unbedingt Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und Helm. Schließlich ist es nie ausgeschlossen, dass Splitter unkontrolliert umherfliegen. Wichtig ist auch, dass Sie ausschließlich auf ebenem Untergrund arbeiten und das Holzstück immer im Blick haben, welches Sie gerade bearbeiten. Lässt es sich nicht spalten, schalten Sie in jedem Fall ab und ziehen Sie den Gerätestecker, bevor Sie das Holz händisch entfernen. Sie verhindern damit möglicherweise auch, dass sich die Auflagefläche verbiegt und das Gerät dadurch unerwünschte Ergebnisse liefert.


Brennholz lagern

Das Heizen mit Brennholz stellt eine immer attraktiver werdende Alternative zu Strom, Gas und Öl dar. Wer wirklich effektiv und umweltschonend heizen möchte, sollte aber einige wichtige Dinge bei der Lagerung beachten.

Wie lagere ich Brennholz richtig?

Vom Wald in den Ofen wäre mehr als ungeschickt: Zu feuchtes Holz brennt nicht nur sehr schlecht, sondern führt auch zu unerwünschten Ablagerungen von Ruß und Wasserdampf. Somit können unnötige Kosten entstehen. Doch auch der Leitsatz „je länger, desto besser“ ist unzutreffend. Der Heizwert verringert sich bei zu langer Lagerung wieder. Abhängig von der Holzart sollten Sie in der Regel mindestens 1 Jahr, nach Möglichkeit besser 2 Jahre Ihr Brennholz lagern.

Trockenen und luftigen Ort zum Brennholz lagern wählen

Wählen Sie für die Lagerung einen trockenen und gut belüfteten Platz aus. Kellerräume oder die Garage sind deshalb nur für Brennholz mit einem sehr geringen Restfeuchtigkeitsgehalt geeignet, weil sich sonst schnell Schimmel oder Fäulnis bilden kann. Die Folge sind Energieverlust sowie gesundheits- und umweltschädliche Ausstöße bei der Verbrennung.

Wo sollte man am besten Brennholz lagern?

Hauswände mit Ausrichtung nach Süden oder Westen sind ideal für die Lagerung von Holz. Achten Sie aber darauf, dass die Luft gut zirkulieren kann

  • Brennholz sehr locker stapeln und mit etwas Abstand zur Hauswand lagern
  • Vor dem Lagern sollte das Brennholz bereits in ofenfertige Stücke gespalten werden
  •  Mehrere kleine Haufen sind besser als ein großes Lager
  • Abstand zwischen Boden, Wand, Decke und Holz ist wichtig! Nur die Feuchtigkeit soll ferngehalten werden, nicht die Luft.
  • Kaminholzregale und Gitterboxen sind für genau diese Zwecke geeignet

Brennholz feucht? Was nun?

Mit einem Restfeuchtemesser lässt sich herausfinden, ob Ihr Holz sich zum Heizen eignet. Außerdem zischt feuchtes Brennholz im Feuer und bildet Bläschen an seiner Oberfläche. Alternativ können Sie auch den Seifentest machen. Tragen Sie auf einem Ende etwas Spülmittel auf. Pusten Sie vom anderen Ende durch das Brennholz! Wenn sich Seifenblasen bilden, ist das Holz ausreichend getrocknet und zum Heizen geeignet.

Am besten planen Sie Ihren Heizvorrat im Voraus und legen ihn kontinuierlich an. Wenn Sie unsere Hinweise dabei beachten, sollten Sie immer gute Ergebnisse bei der Lagerung von Brennholz erreichen können.