Kräuter

Kräuter sind in ihren Sorten und verschiedenen Ausprägungen, so vielfältig wie ihr Verwendungszweck: Sie kommen zum Einsatz als frisch geerntetes Gewürz zu Verfeinerung des Essens, als Gesundheitsstärkung, zu Klimaverbesserung in der Wohnung, als Bodendecker, zur Beeteinfassung oder auch zur Schädlingsabwehr in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon. Kräuter blicken dabei auch auf eine lange Geschichte, nicht nur als Gewürze in Speisen, sondern auch als medizinische Mittel zurück.

Jedes Kraut ist für sich einzigartig, wenn doch zum Teil untereinander verwandt. Aber alle schmecken und duften anders und weißen unterschiedlichste Eigenschaften auf. Wir haben ein paar bekannte Kräuter ausgewählt die wir Ihnen nun näher vorstellen wollen. Außerdem geben wir Ihnen einige Pflegehinweise, sowie nützliches Wissen rund um die leckeren Gewächse.

Es ist aus der mediterranen Küche kaum weg zu denken und findet in vielen Gerichten Verwendung. Das Basilikum hat viele verschiedene Sorten und kommt ursprünglich aus den Tropen Afrikas und Asiens. Jetzt finden wir es überall und es lässt sich auch hierzulande kultivieren. Wenn Sie Basilikum selber zeihen wollen sollten Sie es im März- April aussähen, ab Mai kann dann geerntet werden.

Gut zu wissen: Basilikum schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch zur Abwehr von Schädlingen genutzt werden. Wenn man es zum Beispiel zwischen Tomaten, Fenchel, Pastinaken, Zucchini oder Gurken pflanzt.

Pflege: Basilikum ist kälteempfindlich, ein vollsonniger Standort ist also ideal. Er mag es immer leicht feucht, Staunässe sollte aber vermieden werden. 

Lebensdauer: einjährig

Koriander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und dem mittleren Osten. Dort findet er auch oft Verwendung als Gewürz in der Küche. Sein Name leitet sich von den griechischen Wörtern kòris, heißt Übersetzt Wanze und amon oder ameson für Anis oder Dill ab. Koriander wird auch Wanzenkraut genannt, diese Bezeichnung stammt von seinem Geruch, der an den Geruch von Wanzen erinnert.

Gut zu wissen: Der Koriander eignet sich gut für Mischkulturen, als Nachbar von zum Beispiel Salat und Kohl, zieht er Nützlinge an und hält Schädlinge fern.

Pflege: Durch seine Herkunft mag es Koriander sonnig bis schattig, der genaue Standort ist abhängig von der Sorte. Der Boden kann sandig bis lehmig sein, außerdem liebt das Kraut kalk- und nährstoffreiche Erde.

Lebensdauer: einjährig, die Blütezeit ist von Juni bis Juli und im Herbst trägt der Koriander Früchte

Die Minze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Dort wächst sie oft wild an Orten, wo der Boden viel Feuchtigkeit enthält, wie an Ufern bei Gewässern oder feuchte Wiesen. Der Name Minze oder Menthe stammt aus der griechischen Mythologie: Hades, der Gott der Unterwelt, verliebt sich in die Nymphe Minthe. Als seine Frau, die Göttin Persephone, die Liebelei entdeckte, soll Hades Minthe in eine duftende Minze verwandelt haben, um seine geliebte dem Zorn der Ehefrau zu entziehen.

Gut zu wissen: Das Kraut weißt eine große Arten- und Sortenvielfalt auf. Außerdem ist die Minze als Heilmittel bekannt, sie kann Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Übelkeit lindern.

Pflege: Ein halbschattiger bis sonniger Standort, mit Nährstoffreichem Boden eignet sich am besten für die Minze. Ansonsten ist sie eher pflegeleicht.

Lebensdauer: Minze ist winterhart und somit mehrjährig

Auch Oregano kennen wir als Gewürz vor allem aus der mediterranen Küche, ursprünglich kommt es auch aus dem Mittelmeerraum. Aber es lässt sich auch ausgezeichnet bei uns kultivieren. Die Aussaat und Anpflanzzeit ist im April- Mai, ernte ist ganzjährig. Wenn Sie das Kraut aber trocknen wollen, ist zu empfehlen bis zur Blütezeit von Juli- September zu warten, da dort das Aroma am intensivsten ist.

Gut zu wissen: Auch Oregano hilft zur Vorbeugung von Schädlingsbefall. Die ätherischen Öle wirken verwirrend auf Schadinsekten, da diese die bevorzugte Pflanze durch Geruch erkennen.

Pflege: Oregano ist winterhart und treibt im Frühjahr wieder aus, er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und mag einen nicht zu feuchten Boden

Lebensdauer: mehrjährig

Die Petersilie, egal ob glatt oder kraus, hat ihren Ursprung in Südosteuropa. Sie dient seit mehreren hundert Jahren als Küchenkraut und wird vielseitig bei allerlei Gerichten eingesetzt.

Gut zu wissen: Neben den Blättern, können auch die Wurzeln als Gewürz genutzt werden. Außerdem enthält Petersilie viele Mineralstoffe wie Eisen und Calcium sowie einen hohen Anteil an den Vitaminen A, B und C. Die Petersilie eignet sich durch ihre ätherischen Öle auch ausgezeichnet für Mischkulturen. Die besten Partner mit denen sie zusammen angepflanzt werden sollten sind Spinat, Mangold und Tomaten.

Pflege: Petersilie mag einen sandig bis lehmigen Boden und sollte an einem sonnigen bis halbschattigen Platzt angepflanzt werden. Es sollte unbedingt staunässe vermieden werden, ansonsten sollte gut gegossen werden. Das Kraut gedeiht am besten, wenn der Boden regelmäßig gelockert wird.

Lebensdauer: Das Kraut ist bedingt winterhart und es gilt als zweijährige Pflanze

Auch der Rosmarin stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, die Pflanze ist weitestgehend anspruchslos und somit einfach zu kultivieren. Die Aussaat, bzw. Anpflanzzeit ist von März – April, ernten könne Sie von Mai- Oktober.

Gut zu wissen: Rosmarin kann ähnlich wie der Oregano in Mischkulturen als Vorbeugung für Schädlingsbefall helfen.

Pflege: Ein vollsonniger Standort wäre ideal, Rosmarin benötigt nur wenig Nährstoffe und bevorzugt einen durchlässigen, sogar sandigen und trockenen Boden.

Lebensdauer: mehrjährig

Wie alle unsere oben vorgestellten Kräuter stammt auch Salbei aus dem Mittelmeerraum. Aber auch er lässt sich bei uns anpflanzen. Die Aussaatzeit ist von Februar- Mai und geerntet werden kann im April- September. HINWEIS: Achten Sie beim Kauf von Salbei darauf, dass es sich nicht um Ziersalbei handelt. Dieser ist für den Verzehr nicht geeignet.

Gut zu wissen: Salbei stößt schädliche Insekten ab und zieht dafür nützliche Bienen an. Er macht sich also hervorragend in einer Mischkultur und einem bienenfreundlichen Garten.

Pflege: Salbei braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort, außerdem bevorzugt er sandige und nährstoffarme Böden, zudem benötigt er wenig Dünger.

Lebensdauer: mehrjährig

Beim Schnittlauch ist der Name Programm, er wird durch abschneiden der Halme geerntet und zeichnet sich durch seinen lauchigen Geschmack aus. Er ist leicht zu kultivieren und sie Aussaatzeit ist von Februar bis März. Schnittlauch ist ein Dunkelkeimer, deshalb sollten die Zwiebeln mindesten mit 2cm Erde bedeckt sein. Erntezeit ist dann ab Mai bis September.

Gut zu wissen: Ähnlich wie beim Oregano und Rosmarin, kann der Schnittlauch wegen seiner ätherischen Öle zur Abwehr von Schädlingen in Mischkulturen eingebracht werden.

Pflege: Der Schnittlauch bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht besonders gut in lehmigen- sandigen Boden mit mäßig Feuchtigkeit. Die Zwiebeln sollten im Winter ordentlich Frost abbekommen, damit sie im Frühjahr wieder grün austreiben.

Lebensdauer: mehrjährig

Thymian ist wieder ein Kraut das aus dem Mittelmeerraum stammt, es ist pflegeleicht und gedeiht auch super in einem Steingarten. Aussaatzeit für Rosmarin ist von April bis Juni und er kann von Mai bis Oktober geerntet werden – Ideal wäre kurz vor oder während der Blütezeit, die ist von Juni bis Oktober.

Gut zu wissen: Auch Thymian stößt schädliche Insekten ab und zieht dafür nützliche Bienen an. Er macht sich also hervorragend in einer Mischkultur und einem bienenfreundlichen Garten. 

Pflege: Er braucht einen sonnigen Standort und gedeiht am besten, in sandigem und eher kargen Boden.

Lebensdauer: mehrjährig

Wird auch als Honigblume, Herztrost oder Bienenkraut bezeichnet. Das Wort Melissa stammt aus dem Griechischen und bedeutet Honigbiene übersetzt. Die Zitronenmelisse wird seit über tausend Jahren als Heilkraut genutzt.

Gut zu wissen: Wie es die zusätzlichen Bezeichnungen Honigblume und Bienenkraut schon verraten, ist die Zitronenmelisse eine ausgezeichnete Bienenweide.

Pflege: Dieses Kraut mag es sonnig bis halbschattig. Der Boden darf sandig bis lehmig sein, da die Zitronenmelisse eine schwachzehrende Pflanze ist, muss der Boden nur mäßig nährstoffreich sein.

Lebensdauer: Zitronenmelisse ist winterhart und somit mehrjährig

Nach oben