Wurmkiste auf dem Balkon – einfach Kompostieren

Wurmkisten auf dem Balkon geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre pflanzlichen Haushalts- und Balkonabfälle so zu entsorgen, dass die emsigen Kompostwürmer diese zu wertvollem Wurmkompost verarbeiten. Sie erhalten einen Biodünger, den Sie wunderbar für Ihre Balkon- oder Topfpflanzen im Innenbereich verwenden können. Ein Wurmkomposter braucht wenig Platz und riecht kaum. 

Wie Sie den Wurmkomposter befüllen

Als Grundlage für Ihre Wurmkiste bietet sich eine Holzkiste an, die Sie mittig in zwei Bereiche aufteilen. Hierfür eignet sich etwa Kaninchendraht. Sie starten, indem Sie die eine Seite der Kiste mit einer Schicht angefeuchtetem, zerknülltem Papier auslegen, in die Sie die Würmer hineingeben. Die kleinen Helfer mögen es dunkel und geschützt und werden sich hier schnell wohlfühlen.

Sie bekommen die auf die Kompostierung spezialisierten Würmer im Fachhandel oder über diverse Online Shops. Oder fragen Sie einfach mal in Ihrer Nachbarschaft oder im Kleingartenverein, ob nicht jemand die kleinen, rotgeringelten Kompostwürmer abzugeben hat.  

Als nächstes geben Sie eine Mischung aus frischem Material wie Gemüseresten und einem Teil trockenem Material wie getrocknete Kräuter oder Laub hinein. 

Um den Kompostwürmern ihre Arbeit zu erleichtern, füllen Sie etwas Gartenerde oder Kompost in die Wurmkiste. Die darin enthaltenen Kleinstlebewesen unterstützen die Würmer bei ihrer Arbeit, indem sie die Oberflächen von Rinde oder Schalen aufbrechen und somit wichtige Vorarbeit leisten.

Das Würmer-Menü

Von nun an müssen Sie Ihre kleinen Freunde regelmäßig mit Futter versorgen. Der Speiseplan könnte so aussehen: 

  • Obst- und Gemüsereste (vorzugsweise Bio)
  • zerkleinerte Eierschalen 
  • Pflanzenreste 
  • Kaffeesatz
  • Teebeutel (ohne Klammer und Schild)
  • vegane Essensreste wie Mehl oder Nudeln
  • Die Zusammensetzung des Wurmfutters sollte sich zu 80 Prozent aus den oben genannten Stoffen und zu etwa 20 Prozent aus Zeitungspapier (schwarz-weiß bedrucktem Papier) oder Karton zusammensetzen. Die Würmer benötigen die in Papier enthaltenen Fasern. 

    Unser Tipp:

    Beachten Sie, immer nur eine dünne Schicht Biomüll in den Kompost zu geben und diesen auf der gesamten Breite der Oberfläche zu verteilen. Füttern Sie nicht zu viel auf einmal: bei einem Überangebot könnte es zu Schimmelbildung in der Kiste kommen.

    Den Wurmhumus „ernten“

    Irgendwann wird die Seite, auf der Sie die Würmer füttern, voll mit Wurmhumus sein. Um ihn entnehmen zu können, beginnen Sie damit den Biomüll auf die andere Seite des Gitters zu geben. Schnell werden die Würmer merken, dass sich ihre Futterstelle geändert hat und durch das Gitter hinüberwandern. Sobald der letzte Wurm auf die andere Seite abgewandert ist, können Sie den perfekten organischen Dünger für Ihre Pflanzen nutzen.

    Schaffen Sie die richtigen Klimabedingungen

    Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung und gleichmäßige Feuchtigkeit. Am wohlsten fühlen sich die Würmer bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. In den Sommermonaten sollte die Kiste daher einen schattigen Standort bekommen. Überwintern Sie die Wurmkiste frostfrei.

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