Heimwerkerlexikon

Heimwerkerlexikon

Abrieb A - D

Abrieb ist die unvermeidbare Folge, wenn sich benachbarte Teile einer Maschine nicht mit gleicher Geschwindigkeit bewegen.

Jedes dieser Teile verliert an der Reibungsfläche Material – den sogenannten Abrieb. Leider läßt sich dieser Abrieb oft nicht vermeiden, weil für die Funktion zwingend notwendig ist, dass sich ein Teil dreht, das andere jedoch stillstehen muß (z. B. Bürsten und Kollektor am Elektromotor).

Acrylfarbe A - D

Zur Herstellung von Acrylfarbe werden so genannte Polyacrylharze in Wasser gelöst. Acrylfarben sind wasserverdünnbar, daher besonders für Anstriche im Innenbereich geeignet, trocknen relativ schnell, besitzen eine hohe Lichtechtheit und verfügen über eine gute Haftung – auch auf glatten Oberflächen.

Anzuchterde A - D

Keimfreie und gedämpfte Spezialerde zur Anzucht von Jungpflanzen und Sämlingen mit guter Wasserhaltekraft und guter Belüftung.

Anzuchtschale A - D

Ein flaches Gefäß - ca. 4 cm hoch - ( Handkiste mit und ohne Haube ) zur optimalen Ausbringung von Saatgut. An der Unterseite sind Abflussrinnen und Löcher eingearbeitet, damit das Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht.

Armierung A - D

Eine Armierung wird zur Verstärkung eines Baustoffs verwendet. Armierungen finden sich beispielsweise als Stahleinlagen in Betonträgern.

Dehnungsfuge A - D

Bei Temperaturschwankungen dehnen sich Materialien wie z. B. Bodenbeläge aus. Eine Dehnungsfuge kann zwar die Ausweitung des Materials nicht verhindern, schafft aber an den Rändern und zwischen den Belagflächen eine Art Puffer. So wird vermieden, dass das Material aufgrund der Ausdehnung bricht. 

Drehmoment (auch: Drehkraft) A - D

Das Drehmoment einer Maschine ist gleich der Kraft, die der Benutzer aufbringen muss, um die Maschine daran zu hindern, sich wegzudrehen. Multipliziert man das Drehmoment mit der Winkelgeschwindigkeit (Drehzahl X 0,1047) erhält man die mechanische Abgabeleistung.
Will man nun noch den Wirkungsgrad der Maschine kennen, muss nur die Abgabeleistung durch die aufgenommene Leistung (Stromaufnahme Y X 230 V) geteilt werden.

Einschlämmen E - H

Einbringen von Fugenmaterial (Sand oder ähnliches) in Pflasterfugen mit Hilfe von Wasser.

Fuge E - H

Fugen sind Zwischenräume zwischen Bauteilen wie beispielsweise Bodenfliesen. In der Regel werden Fugen mit einer Fugenmasse aufgefüllt.

Fußzargen E - H

Fußzargen sind kastenförmig angeordnete Leisten oder Bretter, die der Stabilisierung von Stühlen oder Tischen dienen. Fußzargen werden – wie der Name schon sagt – in Bodennähe angebracht.

Gewindestange E - H

Gewindestangen sind symmetrische Schrauben und mit einem Gewinde nach DIN versehen. Sie werden stets dann eingesetzt, wenn die Länge einer entsprechenden Schraube für den Verwendungszweck zu kurz ist. Übliche Konfektionslängen sind 0,5 m und 1,0 m; bei größeren Gewinden auch 4,0 m und mehr.
Sie können auch auf die erforderliche Länge gekürzt werden.

Kantholz I - L

Kanthölzer sind Bauhölzer in rechteckiger oder quadratischer Ausführung. Sie werden u.a. für den Fertighaus- und Fachwerkbau sowie für den Dach- und Gerüstbau verwendet.

Latexfarbe I - L

Latexfarben sind Dispersionsfarben, die als Bindemittel synthetischen Latex enthalten. Sie sind besonders scheuerbeständig und eignen sich insbesondere für Anstriche von stark beanspruchten Wandflächen (z. B. Flure, Kinderzimmer etc.). Latexfarben sind in verschiedenen Glanzgraden erhältlich (hochglänzend, seidenglänzend und matt) und können einer Wandfläche einen besonderen, optischen Charakter verleihen (z. B. strukturbetonend durch hochglänzenden Anstrich).

Magerbeton M - O

Beton der Güte B10 - B15, d.h. mit geringem Zementanteil, wird meist erdfeucht verarbeitet.

Multiplex M - O

Multiplex-Platten sind Sperrholz-Platten, die kreuzweise – also in jeweils abwechselnder Laufrichtung des Holzes – aufeinander geleimt werden. Die Platten bestehen in der Regel aus Birkenholz und sind ab einer Stärke von 12 Millimetern erhältlich.

Nut und Feder M - O

Das Prinzip von Nut und Feder wird sehr häufig für das fugenlose Verbinden von Holzbauteilen angewendet. Dabei wird in einem Bauteil ein Stück ausgespart (Nut), in das der Vorsprung eines anderen Bauteils (Feder) eingesetzt wird.

PE-Schaum P - R

Der aus stabilelastischem Kunststoff bestehende PE-Schaum wird häufig für die Trittschalldämmung verwendet – beispielsweise beim Verlegen von Laminat. PE-Schaum ist sehr robust.

Pikierstab P - R

Pikierhilfe aus Holz oder Kunststoff zum optimalen verschulen der Sämlinge. Mit ihm wird ein großes Loch in das Substrat gestoßen und zum Andrücken des Sämlings verwendet, damit dieser einen festen Stand zum Boden hat.

Polystyrol P - R

Bei Polystyrol-Schaum (Styropor) handelt es sich um einen Dämmstoff mit kleinen Hohlräumen. Styropor dient als Wärme- und Trittschalldämmung.

Querzarge P - R

Zargen sind Bretter oder Leisten, die in Rahmen- oder Kastenform angeordnet sind. Bei einer Querzarge handelt es sich um ein Brett, das als Kopfstück auf zwei parallele Längszargen angebracht wird. Die Verbindung von Quer- und Längszarge wird auf Gehrung gearbeitet. Das bedeutet, dass das Brett an seinem Ende in einem 45-Grad-Winkel angeschnitten wird, so dass sich beim Zusammenfügen der Quer- mit den Längszargen ein rechter Winkel (90 Grad) ergibt. Querzargen werden häufig als Innenteile für Türrahmen verwendet.
Einige Hersteller liefern Komplett-Zargen, die Quer- und Längsteile in einem Paket enthalten.

Sämling S - U

Ein Sämling ist eine noch junge Pflanze, die aus einem Samen gezogen wurde.

Styropor S - U

Bei Styropor (Polystyrol-Schaum) handelt es sich um einen Dämmstoff mit kleinen Hohlräumen. Styropor dient als Wärme- und Trittschalldämmung.

Topfscharnier S - U

Das Anschlagen der Drehtüren erfolgt mit Scharnieren, die in der Umgangssprache auch Bänder genannt werden. Diese werden bündig eingelassen, um das Senken der Türen zu verhindern. Das normale Topfscharnier hat vier Gelenke und gestattet je nach Ausführung und Beanspruchung einen Öffnungswinkel der Türen zwischen 90° u. 130 °. Die Töpfe der Scharniere werden mit einem Durchmesser von 25 - 40 mm hergestellt. So werden heute 26 mm Töpfe für Rahmen-Konstruktionen verwendet, während das Standardscharnier einen Topfdurchmesser von 35 mm hat. Der Befestigungsarm wird am Schrank mittels Montageplatten befestigt. In der Verbindung befindet sich die Verstellmöglichkeit nach Tiefe, Breite und Höhe. Die Breiten- bzw. Seitenverstellung dient dem Ausrichten der Tür – auch dem Fugenausgleich. Für Türen, die aus technischen Gründen besonders weit geöffnet werden müssen (z. B. Eckschränke), können Weitwinkelscharniere eingesetzt werden. Sie sind mit mehreren Gelenken ausgestattet und ermöglichen Öffnungswinkel von bis zu 170°.

Trockenestrich S - U

Als Trockenestrich bezeichnet man meist zwei- oder dreilagig verklebte Gipsfaserplatten. Vor allem beim Aus- und Umbau ist Trockenestrich eine Alternative zum herkömmlichen Nass-Estrich.

Verbundplatten V - Z

Verbundplatten enthalten eine einseitig aufgeklebte Wärmedämmschicht aus Styropor oder Mineralwolle. Verbundplatten verbessern die Wärmedämmung und besitzen eine Oberfläche, die zum Auftragen von Tapete und Farbe geeignet ist.

Zugeisen V - Z

Ein Zugeisen ist erforderlich, um beim Verlegen von Parkett- oder Laminatböden die abschließende Reihe zu verlegen. Das Zugeisen besitzt ein Winkelstück, das an die letzte Reihe angelegt wird. Mit einem Hammerschlag auf die Schlagfläche des Zugeisens wird der bereits verlegte Boden fugendicht zusammengeschoben, ohne die Dielen zu beeinträchtigen.

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