Idee

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Haltung von Nagetieren im Außenbereich

Bei der Haltung von Nagetieren im Freien gibt es vieles zu beachten, da verschiedene Gefahren drohen. Nachfolgend erhalten Sie einige interessante Hinweise, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihrem Tier trotzdem mehr Abwechslung zu bieten:

Nagetiere sind spannende und lustige Hausgenossen. Im Frühling und Sommer können Sie einiges für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit tun. Um Ihren Tieren ein abwechslungsreiches Leben zu ermöglichen, können Sie bei geeigneten Temperaturen einen Nagerstall oder ein Freilaufgehege für sie an der frischen Luft einrichten.

Gerade Meerschweinchen und Kaninchen sind im Garten generell besser aufgehoben als in der Wohnung und können sehr gut zusammen gehalten werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass von beiden Arten mindestens zwei Tiere vorhanden sind, da diese ein völlig unterschiedliches Sozialverhalten haben.
Wohnungstiere können aber durch den Temperaturunterschied nicht ohne weiteres in den Garten umziehen. Achten Sie deshalb besonders auf die Nachttemperaturen, die zu Anfang nicht unter 15 Grad Celsius sinken sollten.

Wenn die Tiere über Nacht im Freien bleiben sollen, muss gewährleistet sein, dass sie einen Schutzraum aufsuchen können, in dem sie dann auch übernachten können. Dieser sollte wetterfest und auf drei Seiten geschlossen sein.

Ein ständiger Umzug zwischen draußen und drinnen ist übrigens nicht zu empfehlen, weil dies die körpereigene Temperaturregulation der Tiere durcheinander bringt, was schwere Erkältungskrankheiten auslösen kann. Eine Impfung gegen tückische Krankheiten wie Myxomatose und die sogenannte Chinaseuche ist hingegen empfehlenswert und kann lebenswichtig sein.

Schutz vor Nässe, regelmäßige Säuberung, hochwertiges Heu und abwechslungsreiches, vitaminreiches Futter sind Voraussetzungen, welche die Tiere besonders im Freien benötigen.

Nagetiere sind überwiegend Pflanzenfresser, die sich von Gräsern, Blättern, Früchten, Samen und Nüssen, aber auch Zweigen, Rinde, Wurzeln und Knollen ernähren. Ihr Futterbedarf ist jedoch unterschiedlich. Achten Sie darauf, dass Kaninchen und Meerschweinchen hauptsächlich Gras, Heu und Kräuter fressen. Ab und an etwas Gurke, Möhre oder Salat schadet nicht, Getreidefutter hingegen sollte speziell für Ihre Lieblinge geeignet sein und ist nur selten angebracht. Da einige Nager zu Verdauungsstörungen neigen ist eine langsame Gewöhnung an Frischfutter notwendig.

Für die Futteraufnahme empfiehlt sich ein vergleichsweise schwerer Napf z. B. aus Keramik, der von Ihren Tieren nicht umgeworfen oder verschoben werden kann. Weiterhin brauchen die Nager eine Schale oder Flasche für Trinkwasser. Besonders gut sind Wasserflaschen geeignet, die Sie von außen an die Gitterstäbe anbringen können.

Bei der Größe der Behausung müssen Sie in jedem Fall die Anzahl der Tiere und deren Bewegungsdrang berücksichtigen. Das Freigehege sollte mindestens 6 m² groß sein. Achten Sie zusätzlich darauf, dass keines der Tiere durch die Gitterstäbe oder Abdeckung entwischen kann. Besonders Kaninchen können durch ihren Wühltrieb die Abzäunung untergraben.

Ein guter Ausbruchsschutz dient gleichermaßen vor Einbruch durch Marder, Raubvögel oder andere Wildtiere! Sofern nicht überdacht, müssen alle Seiten des Geheges absolut sicher sein. Als Faustregel gilt, dass kein Hühnerei mehr gekocht und abgepellt im Querformat durch eine Lücke hindurch passen sollte, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Übergänge zwischen dem Dach und den Seitenwänden sowie zum Boden und den Gehegetüren sind dabei häufige Schwachstellen. Damit der Draht alle Wildtiere zurück hält, sollte er mindestens 1,2 mm stark, feuerverzinkt und punktgeschweißt sein. Volieren-/Vierkantdraht ist dafür bestens geeignet.

Wählen Sie für das Gehege einen Platz aus, an welchem die Nagetiere weder Zugluft noch großer Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung schutzlos ausgesetzt sind.

In den Käfig gehört ohnehin unbedingt ein Rückzugsort für jedes Tier, wo es schlafen und sich verstecken kann. Unbehandeltes Holz ist dafür besser geeignet als Kunststoff, da diese Häuschen schwerer sind und schlimme Magen-Darm-Beschwerden auftreten können, wenn Plastik angenagt wird.
Halten Sie den Bodengrund immer frei von Matsch – Rindenmulch ist ideal. Trockene Einstreu, wie Heu und Stroh, in großen Mengen hilft den Tieren sich zu wärmen und muss täglich von nassem Material befreit werden.

Wenn Sie diese Tipps beachten werden Ihre Tiere Sie unter anderem mit einem schöneren Fell, stärkeren Immunsystem und einem Verhaltensrepertoire belohnen, wie Sie es noch nie zuvor gesehen haben.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich in Ihrem HELLWEG Zoofachmarkt.

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