Tipps zur Vorbereitung auf die erste Katze

Tipps zur Vorbereitung auf die erste Katze

Tipps zur Vorbereitung auf die erste Katze

Katzen sind keine Einzelgänger und sollten nur in Ausnahmefällen allein gehalten werden. Das können unsoziale, ältere Tiere sein – Katzenkinder keinesfalls! In den ersten 12 Woche lernen Kitten wichtige Lektionen von der Mutterkatze und sollten deshalb auch dann nicht vorher von ihr getrennt werden, wenn sie nicht mehr abhängig von ihrer Milch sind.

Beschäftigen Sie sich eingehend mit der artgerechten Haltung und klären Sie unbedingt, wer in Ihrer Familie für die Katze verantwortlich ist, wer für das Füttern zuständig ist und wer regelmäßig die Katzentoilette reinigt. Zum Spielen und Kuscheln finden sich vermutlich schneller Freiwillige! Können und wollen Sie in den nächsten 15-20 Jahren (so alt können Katzen nämlich werden) täglich die benötigte Zeit aufbringen und auch eventuell zusätzliche Kosten für Tierarztrechnungen tragen?

Wenn Sie bereit sind diese Verantwortung zu übernehmen und wissen, was mit Ihrer Katze passiert, wenn Sie mal verreisen oder beruflich viel unterwegs sind, dann können Sie sich nun auf den Einzug Ihrer ersten Samtpfote vorbereiten.

Den ersten Einkauf für den neuen Mitbewohner sollten Sie erledigen, bevor er eingezogen ist. Zunächst einmal muss sich das Tier zu Hause richtig eingewöhnen und braucht Ruhe und Geduld. Große Gesellschaften, laute Geräusche sowie ständiges auf den Arm nehmen und herum tragen sind deshalb nicht angebracht.

Schon bei der Abholung benötigen Sie einen Transportkorb, der auch für spätere Tierarztbesuche oder Reisen wichtig ist. Lassen Sie die Tür der Box zu Hause immer offen, so kann die Katze auch darin spielen oder schlafen und geht später gerne und ohne Angst hinein. Besonders bequem ist es dort, wenn Sie eine Decke oder einen alten Pullover für Mieze opfern können.

Ihre Fellnase schläft gerne und viel, weshalb ein Korb oder eine andere Schlafmöglichkeit für sie vorhanden sein sollte. Fragen Sie bei einer älteren Katze etwaige Vorbesitzer, ob Sie das bisherige Körbchen für eine bessere Eingewöhnung haben dürfen. Wählen Sie einen warmen Platz ohne Durchzug und viel Trubel. Später sucht Ihre Katze sich selbst ihre Schlafplätze aus.

Eine Katzentoilette ist ein Muss, besonders wenn Ihre Katze kein Freigänger ist. Zusätzlich benötigen Sie Streu und eine Schaufel, womit das Katzen-WC täglich sauber gemacht wird. Für die wöchentliche Grundreinigung verwenden Sie keine zu intensiven Putzmittel, das mögen sensible Fellnasen nicht. Abdeckung und Vorleger haben zudem den Vorteil, dass der Sand nicht überall verteilt wird.

Besonders junge Katzen spielen für Ihr Leben gern. Nebenbei werden so auch ihre Muskeln und Reflexe trainiert – ein wichtiger Teil des Lernprozesses und Erwachsenwerdens. Spielzeug gibt es allerhand zu kaufen, doch nicht jedes ist ein sicheres Katzenspielzeug. Achten Sie unbedingt darauf, dass nichts abgebissen und möglicherweise verschluckt werden kann. Auch Geschenkbänder, Wollknäule und sonstige Schnüre könnten dann zu Darmverschlingungen führen, weshalb davon abzuraten ist, die Katze unbeaufsichtigt damit spielen zu lassen. Damit Tapeten, Teppiche oder Möbel nicht für das Schärfen und die Reinigung der Krallen herhalten müssen, ist es sinnvoll sich Kratzecken oder am besten gleich einen großen Kratzbaum anzuschaffen. Mindestens eine Säule zum Ausstrecken sollten Sie aber zur Verfügung stellen können.

Platzieren Sie auch Futter- und Trinknäpfe für Ihren neuen Mitbewohner, aber nicht im Durchgangsverkehr. Metall- und Kunststoffgefäße lassen sich leicht reinigen und sind nahezu unzerstörbar. Katzenfutter und frisches Wasser gehören auf den täglichen Speiseplan. Artgerechte Leckereien werden gerne angenommen, sollten aber die Mahlzeiten nur ergänzen.

Ein wichtiger Bestandteil der Haltung von Katzen ist außerdem eine sichere Umgebung. Vermeidbare Gefahren in der Wohnung und häuslichen Umgebung sollten Sie erkennen und beseitigen. Ebenso wichtig ist es jedoch im Falle eines Unfalls richtig und unverzüglich zu reagieren, wenn unvermeidbare Sicherheitslücken zur Gefahr geworden sind. Manchmal ist der Gang zum Tierarzt überlebensnotwendig, Aufschieben und Verweigerung einer Behandlung können aber auch zu chronischen Erkrankungen, Schmerzen und lebenslangen Einschränkungen führen.

Sorgen Sie unbedingt für Balkon- und Fensterkippschutz, denn auch Freigänger könnten versuchen, durch ein gekipptes Fenster zu klettern. Das endet leider oft tödlich. Ansonsten öffnen Sie die Fenster am besten nur komplett und ermöglichen die Balkonnutzung nur dann, wenn ein Netz oder Gitter angebracht ist. Eine Genehmigung des Vermieters sollten Sie übrigens sowohl für die Haltung Ihrer Katze als auch für die Sicherung des Balkons einholen.

Katzen sollten natürlich niemals mit Gewalt erzogen werden. Viel Geduld, Verstehen von Signalen sowie positive Bestärkung und Konsequenz helfen Ihnen und Ihrem neuen Gefährten dabei, eine lange und glückliche Beziehung zu führen.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich in Ihrem HELLWEG Zoofachmarkt.