Sträucher schneiden

Während einige Gewächse problemlos ohne Schnitt auskommen, verlieren andere ohne ihn ihre Blühkraft und bilden mit der Zeit sogar immer weniger Blätter aus. Das Schneiden von Büschen und Sträuchern ist also selbst bei ausreichend Fläche nicht immer vermeidbar. Bei dieser Maßnahme gilt es aber den richtigen Zeitpunkt, das korrekte Vorgehen und die individuellen Ansprüche der Pflanze zu beachten. Wir zeigen, was Sie beim Sträucher schneiden auf jeden Fall beachten sollten.


Büsche und Sträucher schneiden

Büsche schneiden

● Büsche kurz vor dem Austrieb schneiden
●  viele Büsche können dann gut in Form gebracht werden
●  Pflanzen befinden sich in der Ruhephase
●  weniger Krankheiten und Schädlinge

Sträucher schneiden

● Schnitt wie Pflanzung: im Frühjahr oder Herbst
● Verhältnis von Wurzel und Strauchwerk anpassen
● ein wenig einkürzen, um zu kräftigen
● Faustregel: dünnes kommt weg, kräftiges bleibt

Hier wird nicht geschnitten

● Alles, was schon Knospen für das nächste Jahr angesetzt hat, wird nicht geschnitten
● typische Sträucher: Forsythie, Rhododendron und viele mehr
● diese Sträucher direkt nach der Blüte schneiden


Zu welchem Zeitpunkt sollte man seine Sträucher schneiden?

Ob Frühjahr oder Herbst, einige Regeln sollten bei der Wahl des Zeitpunktes beachtet werden. Vor allem Lichtverhältnisse und Wetter spielen beim Verschnitt eine Rolle. Die folgenden Punkte sind entscheidend:

Frühjahrsblüher schneiden

● Schnitt unmittelbar nach der Blüte
● alle abgeblühten Teile entfernen und die Triebe einkürzen
● darauf achten, ob die Pflanze bereits ihre Blütenknospen für das nächste Frühjahr angesetzt hat, weil sonst die Blütensaison im darauffolgenden Jahr ausfällt

Sommerblüher schneiden

● nicht bei großer Hitze oder in der prallen Sonne schneiden
● Frost am Schnitttag vermeiden
● möglichst nicht bei Regen oder hoher Luftfeuchte schneiden

Auf die Witterung kommt es an!

Ideal sind für gewöhnlich gemäßigte Temperaturen, zwischen 15 °C und 25 °C. Trockene Luft kann dem Gewächs dabei helfen, die Schnittflächen möglichst schnell zu verschließen. Trockene Hitze und pralle Sonneneinstrahlung führen hingegen zu Verbrennungen. Sehr feuchte Luft oder gar Regen verhindern das Abtrocknen hingegen. Bei Frost kommt es ebenfalls zu Schäden. Hier ist also gutes Timing gefragt.


Schnittarten

Pflegeschnitt

Im Winter wird ausgelichtet, da dann keine Blätter die Sicht versperren. Die Äste im Inneren sollten nicht zu dicht stehen, damit die Blätter gut abtrocknen können. Sonst drohen Pilzbefall und andere Schädlinge. 

Formschnitt

Der Formschnitt erfolgt ebenfalls im Winter. Man kann sowohl unbelaubte, als auch immergrüne Büsche in Form schneiden. Für Kugeln kann man sich einfache Schablonen aus Pappe machen.

Verjüngungsschnitt

Wenn die Pflanze von unten kahl wird, wird es höchste Zeit für einen Verjüngungsschnitt. Dieser wird im Spätwinter vor dem Austrieb durchgeführt. Manche Pflanzen vertragen einen Radikalschnitt, bei anderen sollte man vorsichtig auf einige Jahre verteilt immer nur ein paar alte Triebe herausschneiden.

Erhaltungsschnitt

Dieser Schnitt sollte in der saftarmen Zeit (Herbst/Winter) durchgeführt werden und beschränkt sich auf das Auslichten und Entfernen alter, überständiger Äste. Damit Sie nie radikal schneiden müssen, sollten Sie den Erhaltungsschnitt jährlich durchführen. 


Werkzeuge zum perfekten Schnitt

Nur mit scharfen Werkzeugen können Sie einwandfreie Ergebnisse und saubere Schnitte erzielen. Die Arbeit geht Ihnen leichter von der Hand und die glatten Schnittwunden der Pflanzen verheilen besser und schneller. Hiermit können Sie arbeiten:

Die Gartenschere

Die Gartenschere wird am häufigsten zum Schneiden verwendet. Ohne Probleme schneiden Sie damit nicht verholzte Pflanzenteile und holzige Triebe bis etwa 2 cm Durchmesser.

Die Astschere

Wenn die Gartenschere nicht mehr ausreicht, greifen Sie zur Astschere. Damit können Sie auch Sträucher bodennah kappen oder über Kopf arbeiten. Ihre Kraft wird durch die langen Hebel optimal übertragen.

Die Gartensäge

Ab etwa 4 cm Aststärke verwenden Sie am besten die Gartensäge. Entweder Sie nehmen eine reguläre Heimwerkersäge oder eine speziell hierfür hergestellte Gartensäge. Diese Sägen sind scharf, optimal geformt und können einfach zusammengeklappt werden.

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