Idee

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In der Mehrzahl denken

Plant man die Anschaffung von Vögeln als Haustiere, sollte man grundsätzlich in der Mehrzahl denken. Alle im Haushalt üblicherweise gehaltenen Ziervogelarten sind gesellig, d.h. in den natürlichen Herkunftsgebieten leben sie in der Regel im Schwarm. Für die dauerhafte Gesunderhaltung benötigt jeder Käfigvogel mindestens einen Artgenossen, um seinem Bedürfnis nach sozialem Kontakt gerecht zu werden. Ermöglicht die Käfig- bzw. Volierengröße die Haltung mehrerer Tiere ist es umso besser. Das Geschlecht der vergesellschafteten Tiere spielt meist keine Rolle. Spiegel oder Plastikvögel stellen keinen adäquaten Ersatz dar!


Standort & Temperatur

Der Vogelkäfig sollte einen möglichst hellen Standort erhalten, ganztägig pralle Sonne oder Zugluft sind jedoch zu vermeiden. Wenn jähe Temperaturstürze unterbleiben, fühlen sich die meisten Vogelarten im jahreszeitlichen Wechsel bei allmählicher Gewöhnung auch noch bei Temperaturen von unter 10 °C wohl. Eine Ausnahme bilden Vögel aus besonders warmen Herkunftsgebieten wie z. B. die Gouldamadine: Diese sollte ganzjährig bei Temperaturen über 20 °C gehalten werden.


Käfig & Ausstattung

Die Käfiggröße sollte dem Vogel einige Flügelschläge auf dem Weg zwischen den Sitzstangen ermöglichen. Als Sitzmöglichkeiten verwendet man am besten Naturhölzer; diese halten mit ihren unterschiedlichen Griffstärken die Vogelfüße beweglich und fördern die natürliche Abnutzung der Krallen. Als Einstreu im Vogelkäfig ist etwa wöchentlich zu erneuernder Vogelsand das Mittel der Wahl. Mit dem Vogelsand nehmen die Vögel wichtige Mineralstoffe auf. Außerdem wird durch die Steinchen die Verdauung der Vögel unterstützt. Zur Grundausstattung gehören die täglich zu reinigenden Futter- und Wassernäpfe sowie zur Kalk- und Mineralversorgung ein Kalkstein oder eine Sepiaschale. Ein Badehaus sollte den Tieren häufig angeboten werden: Regelmäßiges Baden unterstützt die Gefiederpflege der Tiere. Sie stellt für die Haut der Vögel einen wertvollen Ausgleich zu der in Wohnräumen, besonders während der Heizperiode, oft sehr trockenen Raumluft dar. Es wird beim Baden auch Gefiederstaub gebunden, welcher in hoher Konzentration ungesund für die Tiere und deren Halter sein kann. Einige Vogelarten (häufig z. B. Großpapageien) baden eher ungern - in diesem Fall lassen sich die Vögel meist an das regelmäßige Besprühen mit einem Blumensprüher gewöhnen.


Futter & Spielzeug

Die im Handel erhältlichen Körnermischungen für Vögel sollten niemals die alleinige Nahrungsquelle für die gefiederten Hausgenossen darstellen. Grünfutter (wie Vogelmiere) oder auch Obst (u.a. Äpfel) und Gemüse (z.B. Möhren - für kleinere Arten wie Prachtfinken oder Kanarien in geriebener Form) sollten ständige Bestandteile des Speiseplans sein. Besonders für nagefreudige Krummschnäbel stellen - wenn verfügbar - ganzjährig frische Zweige mit Rinde und Blättern bzw. Knospen und Blüten nicht nur eine wertvolle Nahrungsergänzung dar. Das Beknabbern dieser Frischkost ist auch eine beliebte Beschäftigung. Weitere Mittel gegen Langeweile im Käfig bietet das im Zoofachmarkt erhältliche Sortiment an Vogelspielzeug. Hier ist Naturmaterial der Vorzug zu geben.